Werkzeuge und Tools für Ihren Livestream

Mit den richtigen Tools im Livestream wird dieser einfach nur g…

Inhaltsverzeichnis

Lesezeit: 7 Minuten

Einen Livestream spannend machen? Kein Problem. Ein Stream kann – mit den richtigen Tools – ziemlich interessant sein. Ein spannender Ablauf, die richtigen Redner und schlaues Teilnehmermanagement: Kombiniert mit bestimmten Werkzeugen und Ideen, ist das das Salz in der Suppe eines jeden Streams. Aber…es gibt jede Menge solcher Werkzeuge. Welche eignen sich wofür? Welchen Zweck erfüllen sie? Das lesen Sie hier.

Nicht jedes Tool eignet sich für jeden Job im Livestream.
Nicht jedes Tool eignet sich für jeden Job im Livestream.

Appointments / Termin-Tools

Sie bieten wiederkehrende Livestreams an, die für alle Interessenten offen sind? Beratungsgespräche, Info-Veranstaltungen oder Ähnliches? Die Ansprache der Zielgruppe erfolgt nicht jedes Mal neu, sondern Interessenten finden den Weg zu Ihnen? Ein kleines Tool, das hilfreich ist, um Menschen zur Teilnahme an Ihrem Livestream zu animieren, ist ein Termin-Vereinbarungs-Tool. Interessenten vereinbaren einen Termin, um am Livestream teilzunehmen. Sie bieten alle verfügbaren Termine online an, Ihr Interessent wählt einen aus und vereinbart ihn somit mit Ihnen. Picktime oder Calendly sind solche Tools.

Avatar / Virtuelle Charaktere

Ein Avatar ist die visuelle Darstellung Ihrer selbst. Sie können sich selbst mit Ihrer Webcam zeigen oder… Sie lassen einen Avatar für Sie sprechen. In b2b ist das selten die beste Wahl. Doch die Option aus Ihrem Webkamera-Video einen Avatar zu machen, der sich in Echtzeit bewegt, besteht. Werfen Sie einmal einen Blick auf Animaze oder StreamAvatars für mehr Informationen.

Backstagebereich

Redner und alle, die aktiv an der Veranstaltung mitwirken, können sich über eine virtuelle Backstage unterhalten und „warm werden“. Wie bei Präsenzveranstaltungen ist nicht jeder allein, sondern umgeben von anderen Menschen – das geht auch in einigen Konferenzprogrammen. Der Vorteil: Ihre Referenten und Sie plaudern noch einmal kurz, Sie lindern Lampenfieber oder klären letzte Fragen.

Breakouts

Breakout Rooms eignen sich für mehr Interaktion der Teilnehmer untereinander. Der Host eines Livestreams schickt Teilnehmer in virtuelle Räume. Dort erledigen sie Aufgaben und sprechen direkt miteinander. Breakout Rooms eignen sich für kleine Workshops, zur Vorbereitung von Präsentationen oder ähnlichen Gruppenarbeiten für die Gemeinschaft. Breakout Rooms erfordern Organisationstalent seitens des Hosts, denn diese Räume verlangen zeitlich und inhaltlich klare Abläufe und Aufgaben.

Auch ein Livestream muss optimal geplant sein. Ohne konkreten Ablaufplan wird das nichts.
Auch ein Livestream muss optimal geplant sein. Ohne konkreten Ablaufplan wird das nichts.

Chat

Der Klassiker der Interaktion. Im Chat stellen Teilnehmer Fragen, tun ihre Meinung kund und diskutieren miteinander. Bei positiven Themen und bei einer gut gestimmten Zielgruppe sind Chats ungefährlich. Sobald Anlass zur Diskussion besteht, muss jemand den Chat moderieren. Weiterhin dürfen Sie Fragen von Teilnehmern nicht übergehen. Als Veranstalter des Streams brauchen Sie ein Konzept, wie sich der Chat in die Veranstaltung einbindet. Im Idealfall stellen Sie eine Person ab, die moderiert, kommentiert, Fragen beantwortet oder sammelt, um sie dann live zu beantworten.

Coffee Break

Kein wirkliches Tool im Sinne einer Software, aber hilfreich. Machen Sie immer wieder eine Kaffeepause. Fünf Minuten und dann geht’s weiter. Kündigen Sie das vorher an. Was bringt es Ihnen? Die Gewissheit, dass die Teilnehmer im Stream konzentriert bleiben, denn Second und Third-Screening sind gang und gäbe. Wissen Teilnehmer, dass alle 20 Minuten eine Pause ist, verschieben sie das E-Mail-Checken, Kalender-Bearbeiten und Nachrichten-Schreiben. Denken Teilnehmer, dass sie nun einem 90-minütigen Livestream frönen, geht sofort Aufmerksamkeit verloren zu anderen, vermeintlich wichtigeren Dingen.

Collaborative Streaming

Auch hierbei handelt es sich nicht um ein Tool, sondern um den Ablauf eines Livestreams. Der klassische Stream: Person A ist zu sehen, dann Umschnitt auf seine Präsentation – fertig. Der etwas coolere Stream: Person A, seine Präsentation und weitere Elemente (Umfragen, Moderator, Teilnehmer) wechseln sich ab. Der kollaborative Stream: Es gibt keine klassische Präsentation. Externe Referenten sind sofort mittendrin – ein vermeintlicher Präsentator agiert nicht allein, sondern zusammen mit jemand anderem. Das Publikum beteiligt sich aktiv an der Präsentation. Das sichert Aufmerksamkeit von der ersten Sekunde bis zum Ende.

Emoji-Buttons / Reaktionsbuttons

Ein einfaches Tool, um Zuschauern die Möglichkeit zu geben, Emotionen zu einem Thema im Stream zu zeigen. Doch nicht jedes Chattool oder jede Streamingplattform bietet Reaktionsbuttons automatisch. Doch schlussendlich können Zuschauer durch solche Reaktionsbuttons sofort applaudieren, Daumen hoch (oder runter) zeigen, Herzchen senden und Co. Das passt halbwegs in Ihr Livestream-Konzept? Dann integrieren Sie derlei Buttons.

Wer gut plant, erhält ein optimales Ergebnis.
Wer gut plant, erhält ein optimales Ergebnis.

Feedback

Auch keine eigenständige Software, sondern eher eine Einstellung von Ihnen. Geben Sie den Teilnehmern im Stream Feedback. Stellen diese eine Frage, gehen Sie nicht darüber weg. Es ist einfach eine im Chat geschriebene Frage “zu überlesen” und sie „auszusitzen“. Doch viele Teilnehmer haben vielleicht dieselbe Frage. Erhalten sie keine Antwort…gibt es ein „Geschmäckle“. Daher…egal welche Fragen: Geben Sie eine Antwort. Und wenn sie nur ist, dass Sie später eine Antwort geben (das müssen Sie dann auch tun). Wen brauchen Sie? Jemanden, der explizit da ist. Jemanden, der im Chat Antworten gibt oder Fragen intern weiter gibt.

Gaming

Menschen wollen spielen. Gaming Aspekte im Livestream sind immer gut. Umfragen sind eine Form von Gaming. Wenn Teilnehmer durch Beteiligung „Punkte“ sammeln, ist das Gaming. Ein Quiz ist Gaming. Leicht lösbare Aufgaben sind Gaming. Ein kleines Suchspiel ist Gaming. Im Prinzip sind viele Formen der direkten Einbindung des Publikums eine Art Gaming. Und Gaming kommt gut an – auch bei Menschen, von denen Sie niemals erwartet hätten, dass sie so etwas gut finden.

Interaktion

Interaktion ist maßgeblich für den Erfolg eines Livestreams. Der misst sich nicht daran, wie lange Zuschauer teilnahmen, sondern, ob sie nach dem Stream wissen, worum es ging. Das schaffen Sie, wenn Sie den Stream so gestalten, dass Zuschauer aktiv sind und nicht nur passiv zuhören. Sie interagieren mit Ihren Teilnehmern und diese mit Ihnen. Das schaffen Sie nicht durch das Tool „Interaktion“ – das schaffen Sie, indem Sie Tools einsetzen, die Interaktion generieren. Viele davon stellen wir in diesem Artikel vor.

Matchmaking

Keine Sorge…es geht nicht um Dating. Matchmaking basiert zwar auf demselben Prinzip, doch Sie wollen keine Teilnehmer verkuppeln. Auch im Livestream können Sie aktiv Menschen in Gruppen stecken (oder für ein Zweiergespräch verbinden), die sonst wenig Berührungspunkte haben. Das eignet sich für Digitale World Cafés genauso wie für Design Thinking Methoden. Matchmaking machen Sie am besten mit einem beliebigen Zufallsgenerator, zu finden unter random.org.

Die richtigen Tools ausgewählt und umgesetzt? Prima, dann kann ja nichts schiefgehen.
Die richtigen Tools ausgewählt und umgesetzt? Prima, dann kann ja nichts schiefgehen.

Poll / Voting

Ein Poll oder ein Voting ist eine einfache Umfrage. Sie stellen eine Frage und es gibt wenige Antwortmöglichkeiten. Polls eignen sich ideal, um zwischendurch ein Meinungsbild abzuholen. Teilnehmer sehen eine Frage, klicken ihre Meinung an und weiter geht’s. In weniger als 60 Sekunden gibt es ein Meinungsbild und der Präsentator kann darauf eingehen. Poll-Funktion finden sich in jeder guten Konferenzsoftware. Sie sorgen für Interaktion.

Quiz

Ein Quiz ist ein Spiel mit mehreren Fragen. Hierbei geht es nicht um ein Meinungsbild, wie beim Poll, sondern darum, dass Teilnehmer gegeneinander antreten. Der Gaming-Aspekt kommt hier zum Tragen. Alternativ stellt der Referent im Stream eine Quizfrage und gibt den Teilnehmern Zeit zum Antworten. Ziel eines Quiz ist, die Teilnehmer bei Laune zu halten und sie zum Mitmachen zu animieren. Gleichzeitig erhält der Referent eine Einschätzung über das Wissen der Teilnehmer zu einem Thema. Jede gute Konferenzsoftware hat eine Quiz-Funktion.

Registrierung

Eine Registrierung gibt Ihnen einen Überblick über Ihre Teilnehmer, was wichtig ist für Ihr Teilnehmermanagement. Ihr Stream ist nur Personen zugänglich, die sich vorher registrierten. Das sichert Ihnen, dass keine unbefugten Teilnehmer zuschauen. Tools für die Registrierung müssen Sie außerhalb einer Konferenzsoftware suchen. Wir haben einen Artikel für das Teilnehmermanagement im Livestream in unserem Blog.

Rezeption / Warteraum

Teilnehmer, die in einem Warteraum auf Einlass warten, unterhalten Sie am besten mit Informationen. Was passiert sonst? In einem Browsertab ist der Warteraum offen, im nächsten das Mailprogramm und im dritten die Nachrichten. Die Teilnehmer sind nicht „bei der Sache“ – nicht bei Ihnen. Wenn Sie die Zeit im Warteraum unterhaltsam gestalten, bleiben die Teilnehmer bei Ihnen. Wie machen Sie das? Informieren Sie ständig über den Fortgang bis zum Start des Streams. Machen Sie ein Quiz. Bieten Sie die Option an, dass Teilnehmer miteinander chatten. Damit startet Ihr Livestream positiv, obwohl er noch nicht einmal startet.

Und am Ende? Freuen sich alle über ein gelungenes Livestreamprojekt.
Und am Ende? Freuen sich alle über ein gelungenes Livestreamprojekt.

Social Media Wall

Das Konzept kennen Sie von Messen und Präsenzveranstaltungen. Wieso nicht im Livestream? Lassen Sie neben Ihren Referenten eine digitale Social Media Wall laufen – visuell sinnvoll integriert. Dann folgt das Livepublikum, was über einen bestimmten #Hashtag getweetet, getiktokt oder geinstagramt wird. Eine Social Media Wall ergibt Sinn bei größeren Veranstaltungen und wenn sie auf Smartphone, Tablet oder kleineren Devices lesbar ist. Wofür sorgt solch eine Wall zusätzlich? Dass Teilnehmer von sich aus posten, nur, um ihren Post live zu lesen.

Survey / Umfrage

Etwas größer als ein simpler Poll oder ein Voting ist eine Umfrage. Sie müssen nicht 20 Fragen über 10 Minuten stellen. Doch wenn Sie für bestimmte Aspekte nicht jedes mal einen neuen Poll machen wollen, integrieren Sie eine etwas komplexere Umfrage. Die kann auch am Anfang des Streams im Warteraum erfolgen. Sie können Ihre Live-Veranstaltung dann mit den Ergebnissen der Umfrage starten. Alles im Sinne der Interaktion mit Ihrem Publikum.

Übersetzung

Gerade für internationale Teilnehmer bietet es sich an, einen Livestream in verschiedenen Sprachen anzubieten. Dafür bieten einige Konferenzprogramme automatisierte Funktionen, sodass live transkribiert oder übersetzt wird. Sie können das unter Einbindung eines Dolmetschers professioneller machen, doch Hauptsache Sie haben andere Sprachen auch im Blick.

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